Mythen über Herdenschutzhunde (HSH)

Veröffentlicht am 2. Februar 2026 um 15:04

Teil 3: Mythen über Herdenschutzhunde (HSH)

 

Herdenschutzhunde sind Spezialisten, deren Verhalten oft missinterpretiert wird. Die folgende Tabelle räumt mit 20 spezifischen Vorurteilen auf.

 

1. HSH sind stur und dumm

Sie sind extrem eigenständig und hinterfragen die Sinnhaftigkeit von Kommandos.

 

2.Sie brauchen zwingend Schafe

Sie benötigen eine Aufgabe und ein Revier, das kann auch die menschliche Familie sein.

 

3. HSH sind gefährliche Bestien

Sie sind defensive Schützer; bei fachgerechter Haltung sind sie sehr souverän.

 

4. Man kann sie nicht erziehen

Sie sind erziehbar, reagieren aber nicht auf Kadavergehorsam oder Dressur.

 

5. Sie brauchen 10.000 qm Grund

Viel Platz ist vorteilhaft, aber soziale Anbindung und Struktur sind wichtiger.

 

6. HSH sind keine Familienhunde

In den richtigen Händen sind sie die loyalsten und sanftesten Familienmitglieder.

 

7. Ein HSH muss draußen leben

Sie schätzen die Freiheit im Freien, suchen aber oft die Nähe zum "Rudel" im Haus.

 

8. Sie sind unverträglich

Gut sozialisierte HSH sind oft sehr gelassen im Umgang mit Artgenossen.

 

9. Man muss den "Boss" markieren

Härte führt bei HSH zu Misstrauen und Aggression; sie brauchen faire Führung.

 

10.Sie bellen den ganzen Tag

Sie bellen nur bei wahrgenommenen Veränderungen in ihrem Territorium.

 

11. Sie sind "große Golden Retriever"

Ein gefährlicher Irrtum: Ihr Schutzinstinkt ist genetisch tief verankert.

 

12. HSH sind faul und träge

Sie sparen Energie für den Ernstfall und sind blitzschnell reaktionsfähig.

 

13. Nicht streicheln, sonst schützen sie nicht

Soziale Bindung zum Menschen beeinträchtigt den Schutzinstinkt nicht negativ.

 

14. Nur für Experten geeignet

Sie brauchen Menschen mit Charakter und Verständnis, keine klassischen Trainer.

 

15.Ein niedriger Zaun reicht aus

Viele HSH sind erstaunlich gute Kletterer und Springer.

 

16. HSH haben keinen Jagdtrieb

Sie jagen meist nicht aktiv auf Spur, verfolgen aber Eindringlinge vehement.

 

17. Sie sind mit 1 Jahr erwachsen

HSH sind Spätentwickler und oft erst mit 3 bis 4 Jahren mental ausgereift.

 

18. Garten ersetzt Auslauf

Auch ein HSH braucht geistige Anregung und Sozialkontakte außerhalb des Reviers.

 

19. Nachts sind sie aggressiver

Sie sind dämmerungsaktiv, da dies die Zeit der Beutegreifer ist.

 

20. HSH-Mixe sind "leichter"

Oft potenzieren sich Eigenschaften (z.B. Schutzinstinkt + Jagdtrieb) ungünstig.


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